Liebe zu Dritt : rein platonische Minimalrock-Extase
Sängerin
mit Gitarre (sie selbst), Bassist (der eine) und Percussionist (der andere) machen
sich an die wilde Aufgabe, liebevoll mit ihrer musikalischen Sozialisierung abzurechnen.
Das ist keine Milchmädchen-Rechnung, sondern es werden fröhliche Zustände,
anarchischer Soul, Spaß und Rock´n´Roll gefeiert, vordergründig im Mini-Rock-Pelz
getarnt. Um ihre kühnen Ideen zu verwirklichen, ist ihnen kein musikalischer Schachzug
zu windig, kein Instrument zu popelig und kein Nasenflöten-Solo zu trocken (feucht).
Das Publikum schaut verdutzt aus der Wäsche, wenn alte Hits von Led Zeppelin,
Prince, AC-DC, Violent Femmes - zum Beispiel - erklingen und man zum ersten Mal
die "interessanten" Texte versteht, weil sie von der Truppe intelligent ins Deutsche
übersetzt wurden. Das hat Folgen: Erstens übernimmt Liebe zu Dritt keine Verantwortung
für die mehr oder weniger tief(ab)gründigen Texte. Zweitens: Es reimt sich trotzdem.
Toll!
Als Evergreen wieder mit im Gepäck: Hasenrasen, das selbstgemachte
Frühlingslied von den Hasen auf dem Rasen.
Und natürlich der
Name als Motto als Hit: Liebe zu Dritt.
Die Kölner Band existiert seit
Dezember 2006 und gibt seither beharrlich, strictly for fun und ausgesprochen
gut gelaunt in und auf Garagen, Häfen, Kellern, Bühnen, Straßen, Gärten und
Parks ihr Stell-Dich-Ein.